Spreewald. Nordafghanistan

Zwei Wochen Stipendiatendasein im Spreewald stehen an, im Hotel zur Bleiche. Ein zauberhafter Ort, ohne Frage, paradiesisch fast. Mit dem Fahrer, der mich vom Bahnhof abholte, ins Gespräch gekommen, nach ein paar Minuten erzählte er, fünf Monate als Soldat in Nordafghanistan gewesen zu sein. Dort, wo bereits mehrere deutsche Soldaten starben. Seitdem sehe ich Herrn K. immer wieder, beim Gehen über das Gelände, Verrichten irgendwelcher Tätigkeiten. Seit unserem Gespräch hat die Realität Einzug ins Paradies gehalten, und ein bißchen Traurigkeit mit dazu.

Hoffentlich wird nun, da zu Guttenberg zurückgetreten ist, wieder über den Krieg gesprochen. Auch wenn es ein ungleich komplexeres Thema ist als kopierte Textstellen. Ein ähnliches Maß an Echauffement, wie in den letzten Tagen gezeigt wurde, wünsche ich mir auch in anderen Bereichen, und zwar differenzierter als: Was machen wir am Hindukusch, selber schuld, Krieg ist schlecht.

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